Description
Die Bade- und Parkanlage Staatspark Wilhelmsbad wurde im Wesentlichen in den Jahren 1777 bis 1785 auf Geheiß des Erbprinzen und regierenden Grafen von Hanau, Wilhelm IX./I. von Hessen-Kassel an der Stelle einer seit 1709 bekannten Heilquelle errichtet. 1815 versiegte die Quelle. Heilwasser wurde zum Trinken und für Bäder aus Bad Nauheim herangeholt, was sich bald als unwirtschaftlich erwies. 1857 wurde der Kurbetrieb eingestellt. Wilhelmsbad mit seinen spätbarocken Gebäuden ist heutzutage ein Bau- und Gartenkunstwerk und steht seit 1974 unter Denkmalschutz. Badhaus Nutzungsvorstellung: Das Badhaus steht bereits seit über 15 Jahren leer. Aufgrund seines schlechten baulichen Zustands und der veralteten technischen Infrastruktur ist eine Nutzung derzeit nicht möglich. Durch die bis dahin verpachtete Gastronomie (Große Parkwirtschaft) waren viele Eingriffe in die historische Bausubstanz nötig. Teilweise sind diese nach dem Auszug rudimentär zurückgebaut worden. Beides hat dem Gebäude sehr geschadet. Die Decken sind ohne Bodenbelag und die Sanitärobjekte wurden demontiert. Der schlechte Allgemeinzustand ist und wird im Laufe der Zeit immer weiter und schneller voranschreiten. Als gastronomischer Betrieb für den Staatspark Wilhelmsbad wurde aktuell die Kleine Parkwirtschaft mit einem modernen Anbau in erweiterter Form wiederaufgebaut, so dass diese künftig mehr Gäste bewirten kann. Das neue Nutzungskonzept für das Badhaus reagiert auf diese Konzeption und sieht daher keine größere gastronomische Verpachtung im Sinne des ursprünglichen Konzeptes mehr vor. Historisch gesehen wird damit die barocke Nutzung der Gebäude wiederaufgenommen, bei der die Kleine Parkwirtschaft ohne den Zusatz "Kleine" wieder die Wirtschaft für Wilhelmsbad ist. Im Badhaus waren wie der Name vermuten lässt in der Barockzeit Bade- und Kurmöglichkeiten für die Gäste des Heilbades verortet. Mit einer musealen Nutzung dieses Gebäudes sowie des Stall- und Langebau und einem Ausstellungskonzept zur Garten- und Badekultur der Zeit, wird dem Besucher und der Öffentlichkeit ein Denkmal zurückgegeben und eine angemessene Vermittlung des Ortes geboten. Damit vervollständigt sich das Gesamtangebot im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad für die Besucher. Badhaus: Das zentrales Thema heißt im EG " Willkommen im Kulturdenkmal Wilhelmsbad" . Das Badhaus fungiert als Anlaufstelle - es wird ein Überblick über alle Attraktionen des Kulturdenkmals geben. Die Funktionsbereiche Shop, Garderoben und WCs müssen über das Orientierungssystem eingebunden werden. Im EG Badhaus werden 172,47 qm museal genutzt. Langer Bau: Im Langen Bau wird sichtbar, wie man in Wilhelmsbad kurte, lebte und heilte. In einem Teil des Gebäudes soll in den Ausstellungsräumen der Kur- und Badebetrieb aufgezeigt werden. Im EG Langer Bau werden 142,75 qm museal genutzt. Stallbau: Der Stallbau wird ein "Mitmachmuseum Gartenkunst - historische Gärten entdecken, verstehen und mitgestalten" . Der Stallbau soll als deutschlandweit einmaliges " Mitmachmuseum Gartenkunst" ein Zugpferd werden, das vermehrt auch überregionale Gäste anzieht. Es soll in zwei Gebäudeteilen ausgehend vom Landschaftsgarten in Wilhelmsbad die Geschichte und Welt der Gartenkunst entdeckt, vertieft und mitgestaltet werden. Das Entdecken soll in besonderen Maße durch Hands-on-Modelle möglich gemacht werden. Im EG Stallbau werden 276,49 qm museal genutzt. Das geplante Museumskonzept Hanau Wilhelmsbad wird einschl. Grundriße in der beigefügten Anlage vorgestellt.
- Contracting authority
- Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Zentrale Vergabe
- Authority's seat
- Hessen · Bad Nauheim
- Place of performance
- Hessen · Hanau
- Submission deadline
- —
- Published
- 27 July 2026
- Estimated value
- —
- Procedure
- —
- Portal
- oeffentlichevergabe.de
CPV codes
Contract notice
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